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Was ist eine Faszien-Therapie? 

Wie kam ich zur Faszia-Therapie?

Bereits in meiner Jugendzeit leistete ich mit Massagen im kleinen Rahmen Hilfestellungen für meine Sportkolleg:innen. Mich faszinierte, wie mit diesen Manipulationen schnell eine Verbesserung der körperlichen Schmerzen/Verspannungen erreicht werden konnte. In meiner Trainerkarriere fragte ich mich öfter, warum die gleichen Probleme Sportart-übergreifend auftauchten und kein Fortschritt erzielt wurde. Mein Verdacht: Es handelte sich nur um Symptombehandlung, ohne dem eigentlichen Problem auf den Grund zu gehen. Daraufhin machte ich mich auf die Suche im Körper-System, recherchierte, konsultierte Fachberichte und Studien. Dabei stiess ich immer wieder auf das Fasziensystem.

Was ist Faszia-Therapie?

Das Fasziensystem durchzieht den gesamten Körper wie ein Netz (wie bei einer Orange die weisse Haut das Fruchtfleisch) und erfüllt dabei viele wichtige Funktionen, die in den vergangenen ein bis zwei Jahrzehnten immer mehr in den Blickpunkt rücken: So geht man davon aus, dass Störungen des faszialen Systems – das kann eine kleine «unbedeutende» Narbe aus der Kindheit sein – weitreichende Beschwerden mit sich bringen, die zum Beispiel den gesamten Bewegungsapparat oder das Organsystem betreffen können. Die Faszia-Therapie im Allgemeinen konzentriert sich auf die Behandlung dieser Störungen, wobei sich verschiedene Konzepte entwickelt haben. Diese haben alle das Ziel, die Faszien-Spannung zu regulieren und damit beispielsweise auch muskuläre Verspannungen und Bewegungseinschränkungen zu lösen oder Funktionsstörungen der Organe zu behandeln.

Welche Funktionen erfüllen Faszien?

Die Faszien bestehen aus kollagenen Fasern und gehören zum Bindegewebe, das im Körper zahlreiche Strukturen umgibt und verbindet, sie schützt und ihnen Form verleiht. So besitzen zum Beispiel Muskeln, Sehnen, Knochen und innere Organe eine solch faserige Hülle. Die Faszien im Bereich des Bewegungsapparates spielen eine Rolle bei der Kraftübertragung der Muskulatur auf die Knochen und dämpfen die Belastung ab. Sie unterstützen somit die Ausführung und Koordination sämtlicher Bewegungen. Je nach Belastungsanforderungen sind sie hierbei unterschiedlich ausgeprägt und variieren in ihrer Stabilität. Im gesamten Körper präsent, bildet das Netzwerk der Faszien außerdem eine Schutzbarriere für Fremdkörper. Spezielle dort vorhandene Zellen erfüllen wichtige Funktionen im Rahmen der Immunabwehr. Für das Lymphsystem und den Blutkreislauf sind die Faszien ebenfalls bedeutend, da Stoffwechselvorgänge und Nähstofftransporte über dort verlaufenden feinste Blutkapillare und den interstitiellen Raum erfolgen.

Faziale Störungen und deren Auswirkung

Es wird angenommen, dass die Faszien eine Rolle bei muskulären «Verkürzungen» und Verspannungen spielen, da sie aufgrund falscher Belastung und mangelnder Bewegung verkleben und sich dort sogenannten unelastische „Cross-Links“ bilden, die die Beweglichkeit einschränken und auch Schmerzen auslösen können. Rückenschmerzen können beispielsweise eine Folge von Funktionsstörungen und kleinsten Rissen in der großen Rückenfaszie (Fascia Thoracolumbalis) sein.

Verletzungen im Sport und Überlastungssyndrome wie Muskelkater, Zerrungen und Sehnenansatzreizungen können ebenfalls als Verletzungen der Faszien aufgefasst werden. Durch eine verringerte Elastizität der Faszien können zudem Strukturen, wie Nerven oder Gefäße komprimiert werden, was negative Auswirkungen auf die Stoffwechselaktivität hat. Die Faszia-Therapie nimmt daher eine wichtige Funktion bei der Behandlung diverser Beschwerden ein.

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