„Ich möchte als erpse Diagnostikerin noch detaillierter und ganzheitlich verstehen, was im Körper passiert“
Patricia hat den Schritt gewagt: von der Steuerberatung in die Selbstständigkeit als erpse Expertin. Jetzt hat sie sich zum Lehrgang zur erpse Diagnostikerin angemeldet und möchte Spezialistin für psycho-physiologische Ernährungs- und Trainingsdiagnostik werden. Warum sie „all in“ gegangen ist und jetzt noch tiefer eintaucht.
Wer ebenfalls in 13 Monaten im Bereich ganzheitlicher Diagnostik noch besser werden möchte: Start ist am 10. April in Winterthur, eine hybride Teilnahme ist möglich. Alle Infos und Anmeldung.
Wie kam es zu diesem Richtungswechsel zur erpse Expertin?
Das war kein spontaner Impuls, sondern ein innerer Prozess. Ich bin selbst sehr sportlich und war zunächst Kundin bei Jürg Hösli und der erpse. Nach jeder Beratung dachte ich: Ich möchte selbst dieses Wissen haben. Ich wollte verstehen, was im Körper passiert – und nicht nur Empfehlungen umsetzen. Nach der Ausbildung zur Expertin war für mich klar: Ich gehe „all in“. Ich habe weitere Ausbildungen absolviert, gerade die EMR-Anerkennung erhalten, den Trainer C im Mittel- und Langstreckenbereich abgeschlossen, diverse Swiss-Athletics Trainerkurse absolviert, bin im Laufclub und betreue mittlerweile auch junge Leistungsathleten als Assistenztrainerin, die an Schweizer Meisterschaften teilnehmen. Heute bin ich seit zwei Jahren selbstständig – und sehr glücklich mit dieser Entscheidung.
Gab es einen konkreten Moment, in dem du wusstest: Das ist mein Weg?
Ja. Als ich aus der Ausbildung lief, wusste ich, dass ich nicht nur Konsumentin von Wissen sein möchte. Ich wollte es selbst anwenden, weitergeben und vertiefen. Mir war bewusst, dass der Weg lang wird – und dass ich noch nicht alles weiss. Aber genau das motiviert mich. Ich wollte nicht „die Kundin“ bleiben. Ich wollte erpse Expertin werden – und mache noch weiter. Ich habe mich zum Lehrgang erpse Diagnostikerin angemeldet.
Du hast zusätzlich zur erpse Expertin ja auch noch den diplomierten Ernährungsberater gemacht. Warum reicht dir das nicht?
Die klassische Ernährungsausbildung ist gut – aber sie verbindet nicht alles. Dort lernt man beispielsweise Kalorienberechnungen oder Standardwerte. Aber Menschen sind keine Standardfälle. Eine Mutter mit mehreren Kindern, stressigem Alltag und Sport hat völlig andere Voraussetzungen als jemand mit Bürojob ohne Bewegung. Genau hier setzt für mich die Einzigartigkeit der erpse-Ausbildung an: Sie verbindet Training, Ernährung und den Menschen als Ganzes. Kopf, Körper, Stress, Alltag – alles spielt zusammen. Da ich noch mehr wissen und noch detaillierter verstehen möchte, was im Körper passiert – vor allem im sportlichen Kontext – der interessiert mich besonders. Die ganzheitliche Diagnostik, die Verbindung von physiologischen Daten, Trainingssteuerung und Stoffwechselprozessen – das fasziniert mich, wie natürlich auch die Spiroergometrie. Also werde ich erpse Diagnostikerin – auch wenn das im Arbeitsalltag natürlich durchaus ein wenig stressig wird und ich noch besser planen muss, um meinen geliebten Sport, meine Arbeit, gesunde Mahlzeiten und natürlich die Familie unter einen Hut zu bringen.
Stress ist ein zentraler Faktor. Wie gehst du damit um?
Stress lässt sich nicht einfach „abschalten“. Ich weiß das selbst – als Mutter, Sportlerin und ambitionierte Selbstständige. Deshalb arbeite ich mit realistischen Alltagsstrategien. Zum Beispiel:
- Vorkochen für stressige Tage
- Struktur in der Wochenplanung
- Grundnahrungsmittel immer griffbereit haben
- gezielte Trainings- aber auch Erholungstage fix in der Agenda markieren
Wenn man erst kurz vor dem Mittagessen merkt, dass nichts im Haus ist, entsteht zusätzlicher Stress – und die Wahrscheinlichkeit steigt, zu schnellen, schlechten Lösungen zu greifen. Struktur reduziert Stress. Und weniger Stress verbessert Regeneration, Stoffwechsel und Leistungsfähigkeit.
Was treibt dich persönlich an?
Die Freude an dem, was ich tue. Natürlich ist es wichtig, wirtschaftlich zu arbeiten. Durch meine EMR-Anerkennung kann ich über die Kranken-Zusatzversicherung abgerechnet werden. Aber mein Hauptantrieb ist nicht der Profit. Mir ist wichtig, dass Beratung zugänglich bleibt. Menschen sollen eine Anlaufstelle haben, bei der sie sich verstanden fühlen, sei es als Sportler, Mutter oder aus anderen Gründen – fachlich fundiert und menschlich nah. Ich glaube, wenn einem sein Beruf wirklich interessiert und Freude bereitet, strahlt man das aus. Authentizität entsteht genau dort – wenn Beruf und Interesse eins werden.
