„Wir arbeiten heute ganzheitlicher, präziser und näher an der individuellen Realität eines Menschen”
Gregory Grünig, Sport-Chef & Dozent beim erpse Lehrgang erpse Diagnostiker, über die Weiterbildung zum Spezialisten für psycho-physiologische Ernährungs- und Trainingsdiagnostik. Du möchtest in 13 Monaten im Bereich ganzheitlicher Diagnostik besser werden? Start ist am 10. April in Winterthur, eine hybride Teilnahme ist möglich. Alle Infos und Anmeldung.
Du bist schon seit Jahren Sport-Chef bei erpse. Was bedeutet dir die zusätzliche Arbeit als Dozent – jetzt erneut bei der erpse Diagnostiker Fortbildung?
Die Arbeit als Dozent bedeutet mir unglaublich viel. Für mich ist es jedes Mal bereichernd, mein Wissen weiterzugeben – nicht nur als reiner Wissenstransfer, sondern als Möglichkeit, Menschen zu inspirieren. Es erfüllt mich, wenn ich spüre, dass Inhalte bei den Teilnehmenden etwas auslösen, ihnen neue Perspektiven geben oder sie dazu bringen, in ihrem beruflichen Alltag mutiger, klarer oder professioneller zu handeln. Diese Form des Lehrens ist für mich ein schöner Ausgleich zum Alltag als Sportchef und gibt mir immer wieder neue Energie.
Sportlerinnen und Sportler sowie deren Trainer-Team vom ambitionierten Hobby- bis zum Leistungs- und Profisport gehören zu deinen Klienten. Wie viel muss und sollte ein Aktiver heute wissen, um erfolgreich zu sein und vor allem seinem Körper nicht zu schaden?
Heute braucht ein Athlet – und genauso ein Trainer – weit mehr Wissen als reine Trainingslehre. Natürlich geht es darum zu verstehen, wie Reize gesetzt und wie Anpassungen erreicht werden. Aber entscheidend ist, welche Ernährung diese Anpassungen überhaupt ermöglicht und wie stark die Ernährung auch die Regeneration beeinflusst. Mindestens genauso wichtig ist die psychologische Ebene: zu verstehen, wie jemand funktioniert, welche innere Architektur er oder sie mitbringt und warum die gleiche Massnahme bei zwei Menschen völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen kann. Ohne dieses Zusammenspiel aus Training, Ernährung und psychologischer Struktur wird es schwierig, einen Körper langfristig leistungsfähig zu halten, ohne ihn gleichzeitig zu überlasten.
Du hast dich auch als Diagnostiker ausbilden lassen. Was hat sich bei dir und bei erpse seitdem verändert?
Seit meiner Diagnostiker-Ausbildung sind bald zehn Jahre vergangen – und in dieser Zeit hat sich enorm viel verändert. Mit dem erpse buddy kam ein riesiger Entwicklungsschritt dazu, der die Interpretationstiefe auf ein völlig neues Niveau gehoben hat. Dazu kommt die psychologische Ebene, die wir heute viel stärker und differenzierter integrieren als früher. Grundsätze von damals gelten zwar noch, aber vieles wird heute komplett anders betrachtet, weil wir Zusammenhänge besser verstehen und weil sich unsere Methodik stark weiterentwickelt hat. Wir arbeiten heute ganzheitlicher, präziser und näher an der individuellen Realität eines Menschen.
Wie genau profitieren die Teilnehmenden am neuen, thematisch an den neuesten Erkenntnissen durch die erpse Forschung ausgerichteten Lehrgang davon?
Die Teilnehmenden profitieren direkt von unserem aktuellen Wissensstand – von allem, was wir in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, erforscht und in der Praxis tausendfach getestet haben. Ein zentraler Punkt ist dabei die psychologische Interaktion. Sie bildet heute den Schlüssel, um physiologische Daten richtig zu interpretieren. Diese Verknüpfung ist einzigartig und wird weltweit nirgendwo in dieser Form gelehrt. Die Teilnehmenden erhalten dadurch einen Zugang, der in der Praxis sofort spürbare Veränderungen in ihrer Arbeit ermöglicht.
Was nehmen die Teilnehmenden von deinem Modul konkret mit?
Sie nehmen viele inspirierende, praxisnahe Momente mit:
– ein klares Verständnis der Ernährung rund um den Sport
– die Fähigkeit zu erkennen, wie Ernährung den Stoffwechsel formt und Anpassungen beeinflusst
– ein geschärftes Bewusstsein dafür, welche Anforderungen verschiedene Sportarten stellen
– und wie wichtig die physiopsychologische Ebene für eine erfolgreiche Betreuung ist
Kurz gesagt: Sie verstehen, wie alles zusammenwirkt – Training, Ernährung, Regeneration und psychologische Struktur – und wie sie dieses Wissen sofort im Alltag mit den Menschen anwenden können.
